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Von der Gründung bis anno 1750

Von der Gründung bis anno 17502018-05-07T22:59:12+00:00

Wappengeschichte

Das Wappen der Gemeinde Kutzenhausen (gespalten von Rot und Silber – vorne eine gefüllte silberne Rose mit Stiel und rotem Butzen, hinten ein schwebendes rotes Kreuz) enthält Hinweise auf zwei wichtige Grundherren im Gemeindegebiet. 

Die gestielte Rose ist dem Wappen der bischöflichen Kämmerer von Wellenburg entnommen. Sie waren Grundherren im Gemeindegebiet. Das rote Kreuz stammt von dem Wappen des Augustiner-Chorherrenstifts St. Georg in Augsburg, das im Gemeindegebiet reich begütert war. Die Farben Rot und Silber erinnern an das Bistum Augsburg, das im Gemeindegebiet großen Grundbesitz hatte. Kutzenhausen zählt zu den älteren Gütern des Augsburger Domkapitels. 1407 erhielt das Domkapitel von Friedrich Burggraf von der Herrschaft Zusameck Vogtei und Gericht.

Quelle: Augsburg Land (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben 11), München 1984, S. 277-279

Ortsname

Der Ortsname Kutzenhausen bedeutet „Siedlung bei den Häusern des Kozzo“. Die Schreibung des Ortsnamens in den heute noch vorhandenen Urkunden zeigt folgenden Wandel:

  • vor 1156     Kozenhusen
  • 1298           Kozcenhausen
  • 1343           Kuetzenhusen
  • um 1374    Kutzenhusen
  • 1407           Kutzenhusen
  • 1429           Kitzenhusen
  • 1435           Kützenhüsen
  • 1440           Küczenhüsen
  • 1462           Kutzenhausen

Die hier und dort vorkommende Schreibung „Kurzenhausen“ ist falsch. Die Erklärung, dass der Ortsname zum Unterschied der vielen umliegenden Hausen-Orte auf „kurz Hausen“ zurückgeht, ist nach den heutigen Erkenntnissen der Ortsnamenforschung nicht mehr haltbar. Der Ortsname „Chuzinchusi, Chucenhusa, Kuzzenhausen, Kutzenhausen“ kommt auch im Elsaß schon im 8. Jahrhundert vor und wird auch dort als„Siedlung bei den Häusern des Chuzzo“ gedeutet. Der Personenname „Chuzo, Chuzzo“ ist aus dem 10. Jahrhundert beurkundet, also gab es diesen Namen tatsächlich und er war auch gebräuchlich.

1156

Die Besiedelung der Reischenau fällt in die „Zweite Rodungsperiode“ (11. bis 13. Jahrhundert). An den Talhängen von Zusam und den östlichen Zuflüssen entstanden Ortschaften. Darunter auch Kutzenhausen. 1156 wird es erstmals als „Kozenhusen“ in einer Urkunde erwähnt.

1340

In einer Urkunde des Klosters Oberschönenfeld vom 13. Mai 1340 wird „Katzenloch zwischen Wolamshusen und Tuedbach“ erstmals urkundlich erwähnt.

1351

Brunnenmühle ist nach dem abgegangenen Ort „Brunnen“ benannt. Erstmals genannt werden die „zwei Höfe zu Brunnen“ und „Albrecht der Müller“ in einer Urkunde des Klosters Oberschönenfeld 1351.

1525

Eine schwere Zeit erlebte unsere Heimat während des Bauernkrieges im Jahre 1525. Haben sich auch die Bauern von Kutzenhausen an den Aufständen beteiligt? Aus einem Bericht des Vogtes der Burg Zusameck an das Domkapitel in Augsburg erfahren wir, dass die Bauern von Kutzenhausen und von Ustersbach fromme, ehrbare, tapfere und gute Leute geblieben sind und treu zu ihrer Herrschaft gehalten haben. Jedenfalls waren sie mit ihrem Los zufrieden und es ging ihnen nicht schlecht.

1553

Die Bauern von Kutzenhausen regeln das Zusammenleben mit Hilfe des vorgesetzten Vogtes in Dinkelscherben durch eine Dorfordnung. In 42 Artikeln sollen die Angelegenheiten der Dorfbewohner, die einer gemeinsamen Regelung bedürfen, geregelt werden.

1661

Die Sage der drei schenkenden Personen. In Kutzenhausen, aber auch in vielen anderen Orten, war es alter Volksglaube, dass „Waid, Wasser und Holz“ eine Schenkung von drei Personen sei. Das in der Kirche St. Nikolaus in Kutzenhausen hängende Ölgemälde ist sichtbarer Ausdruck dieses Glaubens. Noch um 1880 hat man nach dem Gottesdienst gebetet: „Ein Vater unser für die Wohltäter, die der Gemeinde Wald, Wasser und Feld geschenkt haben ….“.

1750

Der Text lautet übersetzt:

Ein Dorf mit einer Bräustatt und 38 Feuerstätten, das das Domkapitel mit hoher und niedriger Gerichtsbarkeit besitzt. Der Ort ist mit starkem Feldbau, Wiesenwuchs und Viehzucht, auch mit Stein- und Kernobst gesegnet, und es ernähren sich die Bauern neben diesen auch von Flachs- und Baumwolle spinnen. Die Markgrafschaft Burgau hat außerhalb des Etters (Dorfbegrenzung) die Gerichtsbarkeit inne.

Um diese Zeit wurde auch die kotholische Kapelle St. Maria östlich des Gutshofes Boschhorn errichtet.

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